Äussere Einflüsse wie Sonne, Wind und Kälte können das Gleichgewicht der Haut stören und Trockenheit, Rötungen und Reizungen verursachen. UV-Strahlung kann Sonnenbrand verursachen und die Hautalterung beschleunigen, während kalte Temperaturen und starker Wind die natürliche Feuchtigkeitszufuhr der Haut verringern. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Haut vor den Auswirkungen von Klima und Umwelt schützen und pflegen können, damit sie gesund und widerstandsfähig bleibt.
Ursachen und Folgen
Ein Sonnenbrand entsteht durch zu starke und zu lange Sonneneinwirkung auf die Haut. Die UV-Strahlen des sichtbaren Sonnenlichtes und die der Solarien auch (!) sind dermassen energiereich, dass sie regelrecht die äusserste Hautschicht (Epidermis) austrocknen lassen.
Die energiereiche Strahlung beeinträchtigt nicht nur die äusserste Hautschicht (Epidermis, Oberhaut), sondern häufig auch die mittlere Hautschicht (Dermis, Lederhaut), die sehr gut durchblutet ist.
Durch die UV-Strahlen erweitern sich in der Dermis die Blutgefässe, wobei sich die Haut stark rötet und warm erscheint. Die betroffenen Stellen sind sehr schmerzhaft und jucken.
Die Rötung und Erwärmung der Haut sind Ausdruck einer Entzündung der Haut. Die Folgen eines Sonnenbrandes sind bekannt: Im günstigsten Fall trocknet die oberste Hautschicht der Epidermis aus und wird ziemlich schnell durch heranwachsende Zellschichten erneuert.
In schlimmeren Fällen sammelt sich Körperflüssigkeit zwischen der mittleren und äussersten Hautschicht an und es bilden sich die typischen Blasen. Die Wiederherstellung der Haut ist in diesen Fällen bedeutend langwieriger, da mehrere Zellschichten der Haut erneuert werden müssen.
Bei grossflächigen Sonnenbränden können infolge der lokalen Entzündung und Streuung der Entzündungsmediatoren über die Blutbahn auch allgemeine Symptome wie Unwohlsein, Übelkeit und Fieber auftreten.
Behandlungsmassnahmen bei Sonnenbrand

In der Regel merkt man viel zu spät, dass man einen Sonnenbrand hat. Am Abend nach dem Strandbesuch juckt und schmerzt die Haut, sie ist gerötet und extrem empfindlich, sodass man sie kaum berühren kann.
Schon nur das Duschen mit warmem Wasser kann zur Herausforderung werden, so schmerzhaft kann die Haut nach einem Sonnenbrand sein. Eine lokale Behandlung mit einem wässerigen Gel oder Spray ist in diesen Fällen ideal, weil die ausgetrocknete und gereizte Hautoberfläche mit einem flüssigen Film geschützt wird. Die Anwendung sollte möglichst alle zwei bis drei Stunden wiederholt werden.
Durch die Verdunstung des Wassers im Gel auf der Hautoberfläche wird zudem eine Kühlung der entzündeten Haut erreicht. Viel Wasser trinken ist ebenfalls angezeigt, da damit von innen die fehlende Flüssigkeit dem Körper wieder zugeführt wird. In Extremfällen, bei denen neben den Schmerzen auch Fieber und Übelkeit auftritt, können orale oder lokale nicht steroidalen Entzündungshemmer hilfreich sein, weil Schmerzen und Fieber durch eine Entzündung verursacht sind.
Es versteht sich, dass eine weitere direkte Sonnenexposition vermieden werden muss, solange die Haut noch gerötet und schmerzhaft ist. Ein Sonnenhut und entsprechende UV-schützende Bekleidung gehören ebenfalls zu den Massnahmen, wenn man sich im Freien bewegen will.
Wichtig bei der lokalen Behandlung eines Sonnenbrandes ist die Verwendung von Gels, Crèmen oder Sprays, die viel Wasser enthalten. Ungeeignet sind Crèmen oder Salben, die viele Fette enthalten, weil durch die Bildung eines Fettfilmes auf der Haut die Wärme in der Haut zurückgehalten wird, was die Verbrennung verschlimmert.
Häufig ist schon nur das leichte Einreiben einer Crème oder eines Gels bei einem Sonnenbrand schmerzhaft. In diesem Fall eignen sich Sprays, die auf der Hautoberfläche ohne weiteres Zutun haften und einen dünnen Feuchtigkeitsfilm bilden, der die Haut kühlt und mit Feuchtigkeit versorgt.
Vorbeugende Massnahmen

Je nach Hauttyp kann mehr oder weniger Sonneneinstrahlung ertragen werden, ohne dass dabei ein Schaden in der Haut auftritt. Nach Fitzpatrick, der die Hauttypen erstmals 1975 klassifiziert hat, werden sechs Hauttypen unterschieden.
Die Typen I bis IV entsprechen den europäischen Hautfarben, wobei der Hauttyp I die hellste und der Typ IV auf der Skala die dunkelste Hautvariante in Europa ist. Hauttyp V und VI entsprechen den dunklen Hauttypen, die in Nord- und Zentralafrika zu finden sind. Zwischen den Hautfarbtypen sind die Übergängejedoch nicht immer eindeutig und es kann Überlappungen bei der Bestimmung der Hauttypen geben. Personen mit Hauttyp I oder II reagieren am empfindlichsten auf die UV-Strahlen und müssen sich sehr gut schützen und entsprechend die Sonnenexposition zeitlich einschränken.
So können Personen mit Hauttyp I oder II bereits nach 15 bzw. 20 Minuten bei starker Sonneneinstrahlung Hautschäden davontragen. Je dunkler die Hautfarbe, desto länger kann man die Sonne geniessen: 30 Minuten für Hauttyp III, 40 Minuten für Hauttyp IV, 60 Minuten für Hauttyp V und 80 Minuten für Hauttyp VI.
Zum Schutz der Haut sollten entsprechend dem Hauttyp auch Crèmen mit einem angemessenen Sonnenschutzfaktor angewendet werden. Diese Crèmen müssen auch mehrmals pro Tag aufgetragen werden, gerade wenn man zwischendurch badet oder duscht.
Ausserdem zu beachten ist, dass eine starke und häufige Sonnenexposition die Haut frühzeitig altern lässt. Das ist schon seit Jahrzehnten bekannt und sollte gegebenenfalls berücksichtigt werden.
Deshalb sollte nach einer Sonnenexposition im Sinne einer Vorbeugung die Haut konsequent gepflegt werden. Dafür eignen sich Gels oder Sprays, die viel Wasser enthalten und somit der Haut die Feuchtigkeit zurückgeben, die sie während des Tages verloren hat. Gels und Sprays mit Hyaluronsäure können durch die Wasserbindungsfähigkeit der Hyaluronsäure die ursprüngliche Feuchtigkeit der Haut wiederherstellen, da diese Substanz viel Wasser bindet. Die Hyaluronsäure wirkt in der Haut ausserdem als Sauerstoffradikalfänger und beugt so einer Schädigung durch UV-Strahlung vor.
Kälte und Wind

Kälte und Wind entziehen der Epidermis Feuchtigkeit, was zu einer gespannten und spröden Haut führt, begleitet von Juckreiz und schmerzhaften Rissen.
Bei Kälte schrumpfen die großen Arterien und Venen, die Zirkulation der Haut wird reduziert und weniger Wärme freigesetzt. Die Haut ist dadurch kalt und neigt zu Blässe. Aufgrund des Wärmeverlustes ist die Hypodermis ein effizienter Regulator der Energiebilanz unseres Körpers, wenn man bedenkt, dass die Haut eines der größten und am meisten besprühten Organe ist.
Die Zwischensaisons und der Winter sind oft von einem wechselnden, windigen und kalten Klima geprägt. Sowohl die Kälte, als auch der Wind neigen dazu, die Haut auszutrocknen. Trockene Haut entsteht durch einen Verlust von oberflächlicher Feuchtigkeit auf der Ebene der Epidermis. In diesen Fällen ist die Haut rau und neigt dazu, sich auf der Oberfläche abzuschuppen. Ausgehend von diesem gestörten Zustand, können sich andere Probleme entwickeln, wie Juckreiz und oberflächliche Exkoriationen. Aufgrund der niedrigen Temperaturen und des trockenen Klimas im Hochwinter oder in den Bergen, können sich ausserdem kleine aber sehr schmerzhafte Risse in der Haut bilden, die anfällig für Infektionen sind und nur schwer abheilen.
Wer unter empfindlicher Haut leidet, sollte Vorsichtsmassnahmen treffen, um Hautschäden zu vermeiden und die Schutzschicht der Epidermis intakt zu halten. Kälte und Wind sind zwei Faktoren, die die Luftfeuchtigkeit im Allgemeinen drastisch reduzieren. Durch Verdampfung hemmt die Abnahme des Wassergehalts der Epidermis die Zellproliferation in der Tiefe und beschleunigt das Abtragen der Zellen auf der Oberfläche. Die äussere, schützende epidermal-hornige Schicht ist dadurch geschwächt und wird dadurch auch für äussere Krankheitserreger der Haut durchlässig.
Eine sorgfältige Pflege trockener Haut ist somit wichtig, um den äusseren Schutzmantel optimal zu erhalten. Eine Anwendung von Cremes, Sprays oder Gels mit hohem Wassergehalt eignen sich gut für die Aufrechterhaltung der äusseren Schutzschicht der Haut. Pflegeprodukten, auf Basis von Hyaluronsäure, können der Haut beim Regenerieren helfen. Tatsächlich ist Hyaluronsäure, dank ihrer Fähigkeit, enorm viel Wasser zu binden, in der Lage, die Feuchtigkeit tief in die basalen Schichten der Epidermis zu führen.
Dank einer optimalen Hydratation der Epidermis, teilen und vermehren sich die Zellen leichter und beheben so etwaige Mängel in der Epidermis. Aufgrund ihrer leicht sauren Eigenschaft, trägt Hyaluronsäure äusserlich aufgetragen, auch dazu bei, den natürlichen Säureschutzfilm der Haut wiederherzustellen.